.dieses bild habe ich an einem recht kalten morgen im spätherbst für einen fotowettbewerb gemacht. wie üblich habe ich die kinder erst für die schule fertig gemacht aber auch schon gesehen, dass es neblig ist und dass der sonnenaufgang ziemlich episch werden könnte. also habe ich mein zeug für die arbeit und auch meine eb617 eingepackt und bin an eine stelle in der nähe eines reiterhofs gefahren. meine hoffnung war eigentlich, dass ich auf einem eingezäunten feld ein pferd sehe, dass einsam im nebel steht und sich als silhoutte im gegenlicht der gerade aufgehenden sonne im nebel absetzt.

.selbstverständlich gab es kein pferd auf keiner wiese und da hieß es jetzt schnell handeln. ich habe platz für 4 fotos und jetzt muss ich was finden. also hab ich nach einer kurzen kopfloses huhn phase mit der kamera auf dem stativ in meiner hand, dann die baumreihe gefunden und einen platz ausgesucht, in dem die äste das ärgste des krassen sonnenlichts noch verdecken. also wurde schnell die kamera aufgebaut, der ausschnitt gewählt, mit dem handy die belichtung gemessen, das filmrückteil eingesetzt und abgedrückt.

.selbstverständlich sind dabei trotzdem noch dinge schief gegangen. die belichtung war deutlich zu kurz. ich musste da noch lernen, dass der balg ne menge licht schluckt und dass es auch nicht schadet, mal 2 blenden mehr zu belichten, als die app sagt. es ist auch nicht sonderlich leicht, bei einem so hohen kontrast die richtige stelle zu finden, von der aus man die belichtungseinstellungen misst. dass die belichtung daneben liegt, sieht man etwas am rauschen im bild, dass daher kommt, dass der scanner sein bestes gibt, nutzsignale aus dem rauschen zu bekommen. zoomt man stärker rein, dann fällt vor allem auf der rechten seite auch ein teil auf, der zwischen den beiden bäumen liegt und in dem der himmel dunkler ist, als im rest drum herum. die ursache ist hier natürlich der nicht optimale informationsgehalt.

.bleibt zusammenzufassen, dass das bild natürlich spektakulär aussieht. krasses licht, krasse farben, die formen der kahlen bäume und das zentrale arangement sind gefällig. inhaltlich gibt das bild natürlich nicht sonderlich viel her. es sieht halt toll aus. mehr nicht. aber das reicht ja eigentlich auch schon. muss ein bild immer tiefgründig sein? ich denke nicht. gefällig reicht mir in diesem fall. das ziel des fotowettbewerbs hab ich auch nicht so ganz getroffen. und so bin ich auch eher auf platz 100 von 400 gelandet. nicht bemerkenswert, aber es hätte schlechter sein können. hab ich jetzt ne wichtige botschaft? ja. ich hatte spaß beim aufnehmen des bildes. es war hecktisch, ich habe nicht gefunden, was ich gesucht habe. ich musste spontan sein, das licht hat sich schnell geändert und ich musste was finden, das im panoramaformat funktionieren hätte können. fotografieren macht spaß. der prozess vom start, wo mein ein motiv sucht, bis zum ende, an dem das foto irgendwo gezeigt wird. ist also ne gute sache, kann ich weiterempfehlen.

.also dann: macht mal langsam das aus, was auch immer ihr benutzt, um diesen blogbeitrag zu lesen, schnappt euch was, dass fotos machen kann und geht raus. oder plant zumindest was, überlegt euch was, macht was… naja.. was auch immer.

tschüss dann. 🙂


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