.mein einsamer baum

.mein einsamer baum

.besprechen wir fotos

.ich schätze, da dies der erste beitrag dieser kategorie ist, sollte ich mich wohl erklären. wo ich mich schon mit so viel aufwand (oder vielleicht auch auf eine so umständliche art und weise) dran mache panormafotos auf mittelformatfilm zu packen, da sollte ich auch etwas zeit und mühe rein geben und über das foto sprechen. also das hier ist eine bildbesprechung



das praktische zum „warum so?“

.der einsame baum auf diesem bild steht nur ca. 15min mit dem fahrrad von meinem zu hause entfernt. er steht mitten auf einem bewirtschafteten feld, dass jedes jahr mit anderen nutzpflanzen bewirtschaftet wird. in diesem jahr war raps an der reihe. raps ist eine pflanze, die hier sehr häufig angebaut wird. aus ihr wird hauptsächlich rapsöl hergestellt. für die meisten menschen ist raps vor allem aber auch bekannt, weil er einige wochen in der blütezeit ein dichtes gelbes blütenmeer erzeugt. tierfotografen lieben es, um die vögel im gelben allerlei der pflanze abzulichten, landschaftsfotografen lieben es, weil das gelb sich wunderbar gegen einen blauen himmel absetzt.

.ich habe diesen baum schon häufig fotografiert. die lage und der ort sind ideal, um ein klassisches „einsamer baum“ foto zu machen. das feld liegt auf deine einen seite leicht im hang, und bietet die gelegenheit von unten hoch zu fotografieren und den hintergrund raus zu nehmen. schaut man sich den mittleren teil des bildes einzeln an,und cropt heftig rein, dann bietet sich ebenfalls ein tolles motiv. in meinem fall habe ich mit dem 150mm objektiv auf dem format aber maximal eine normalbrennweite zur verfügung gehabt, weshalb ich mich mit der weiten ansicht arangieren musste.

das philosophische „wie“

.die weite hat 2 effekte, die sich gegenseitig beeinflussen. zum einen wird durch die rapsblüten im vordergrund, die deutlich zu erkennen sind und durch den einsamen baum die weite des motivs deutlich. das rapsmeer scheint schier endlos, da es zu allen seiten grenzenlos den kompletten untern teil des bildes ausfüllt. der einsame baum steht mitten im bild und wirkt klein und… naja… einsam. trotzdem steht er mitten im zentrum des bildes und zieht direkt die aufmerksamkeit des betrachters auf sich. er steht da und ist der wächter über alles, was um ihn herum passiert. nichts entgeht seinem blick. er ist allgegenwärtig und doch unantastbar. kein weg führt zu ihm. er steht da im mittelpunkt und doch ganz alleine.

.begrenzt wird seine einsamkeit links und rechts trotzdem durch die angrenzenden wälder, die sich weiter hinten auf den hügeln erstrecken. sie raus zu nehmen aus der komposition, ist aufgrund der weite und der position nicht möglich. ich hätte deutlich tiefer gehn müssen, was aber nicht geht. hier stehe ich schon am tiefsten punkt des feldes. würde ich die kamera weiter runter nehmen, ich würde die bäume im hintergrund nicht weg bekommen. aber ich würde die rapsblüten im vordergrund deutlich prominenter werden lassen. die position, von der aus ich das foto gemacht habe, ist also nicht optimal, aber die beste, die es gibt für dieses bild.

.ich will jetzt nicht zu viel trara ins bild reininterpretieren (na, vielleicht hab ich das aber trotzdem schon). was die meisten leute bei dem bild wahrscheinlich mitnehmen, ist sind die knalligen farben, das gefühl von einem fortgeschrittenen frühling, in dem die natur schon lange erwacht ist, die temperaturen sind gestiegen, die dunkle und kalte winterzeit ist lange vergessen. dieses bild strahlt eine angenehme wärme, leben und freiheit und weite der natur aus.

.dazu kommt der tiefblaue himmel, der ruhig über dem feld liegt und den rest des bildes ausmacht. der fast wolkenlose himmel beruhigt das bild, es ist gar ein windstiller tag und man kann die insekten summen und die vögel zwitschern höhren.

.das bild lebt extrem von seinen farben, der weite und der reduktion. es ist nicht viel zu sehen, aber alles, was man sieht hat seinen gewichtigen teil zum bild. wie geht es dir beim betrachten? wie fühlt sich da bild für dich an? an was erinnert es dich? teil es mir gerne mit. ich bin gespannt, was andere menschen in dem bild sehen.


  • .FROZEN

    .besprechen wir fotos .also weiter geht es. heut wollen wir uns dieses unwirtliche, winterliche bild eines sees im großraum stuttgart angucken. naja, eigentlich ist es eine talsperre. kurz zur technik. ich habe…

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  • .mein einsamer baum

    .besprechen wir fotos .ich schätze, da dies der erste beitrag dieser kategorie ist, sollte ich mich wohl erklären. wo ich mich schon mit so viel aufwand (oder vielleicht auch auf eine so…

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  • die objektive

    die objektive Ich benutze insgesamt zwei verschiedene Objektive. mein weitwinkel ist ein schneider kreuznach 90mm f5.6 super angulon mein normalobjektiv ist ein schneider kreuznach symmar S 150mm f/5.6

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